Fahreranteil

Für die Nutzung eines Dienstwagens steht in vielen Unternehmen eine Referenzrate zur Verfügung. Bedingt durch individuelle Fahrerwünsche können diese Referenzraten leicht überschritten werden. Den Mehranteil hat dann regelmäßig der Fahrer zu tragen – er kann diesen allerdings auch unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich geltend machen.


Fahrzeughalter

Der Fuhrparkbetreiber ist beim Leasing und auch beim Kauf immer der Fahrzeughalter. Das bedeutet, die Fuhrparkbetreiber verfügen über den örtlichen und zeitlichen Einsatz der Fahrzeuge. Die Zulassung erfolgt größtenteils auf den Namen des Fuhrparkbetreibers. So ist für Dritte in vielen Fällen nicht erkennbar, ob es sich um ein gekauftes oder geleastes Fahrzeug handelt.


Fahrzeughalterhaftung

Fuhrparkbetreiber müssen als Fahrzeughalter alle Verpflichtungen im Sinne der Straßenverkehrsordnung, Unfallverhütungsvorschriften, Versicherungsbestimmungen etc. übernehmen. Der Fuhrparkbetreiber ist immer in der Fahrzeughalterhaftung und kann diese nur beschränkt an Fahrer, allerdings nicht an Anbieter wie Leasing und Fuhrpark-Management- Gesellschaften, delegieren.


Finanzierung des Leasing-Geschäftes

Die Finanzierung (oft auch Re-Finanzierung genannt) erfolgt durch Eigenmittel der Leasing- Gesellschaften (Eigenkapital, Rücklagen), durch Darlehnsaufnahme bei Banken und Sparkassen, durch Lieferanten und Kunden (Mieterdarlehen speziell bei Immobilien-Leasing; Lieferantenkredite bzw. Zahlungsziele) sowie durch regresslose Forfaitierung. Die Forfaitierung ist neben der Kreditaufnahme die geläufigste Finanzierungsmethode, womit die Möglichkeiten der Risikoabwälzung (Bonitätsrisiko) und der Gewerbesteuer-Einsparung verbunden sind. Im PKW- und Mengengeschäft ist die Forfaitierung jedoch durch den höheren administrativen Aufwand i.d.R. nur dann sinnvoll einsetzbar, wenn mehrere Verträge zu einem „Paket“ zusammengefasst werden. Andere Finanzierungsvarianten oder -konstruktionen lassen sich mittels Doppelstock-Modells oder Organschaften gestallten. Im Ausland, vorzugsweise im angloamerikanischen Raum, werden Modelle praktiziert, die bisher nur vereinzelt im nationalen Markt Anwendung finden. Beispielsweise „Pickel-Dole“, „Lease-In-Lease-Out“, „Douple- bzw. Tripple-Dip“, „ABS / Asset-Backed-Securities“ oder „Back-to-Back-Finance“.


Finanz-Leasing

Das Finanz-Leasing ermöglicht Unternehmen die Anschaffung von Kraftfahrzeugen ohne Kreditaufnahme oder Eigenkapitaleinsatz. Für das Fahrzeug zahlen die Fuhrparkbetreiber konstante Leasingraten, die als Betriebsausgaben steuerlich voll absetzbar sind. Damit bietet Finanz-Leasing Unternehmen eine Liquiditätsentlastung – und die eingesparten Mittel können für notwendige Investitionen im A- und B-Bereich des Unternehmens eingesetzt werden.


Finanzierungs-Leasing

Begriff und Abgrenzung des Finanzierungs-Leasing bei beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgütern sind in den Leasing-Erlassen für Mobilien und Immobilien geregelt. Diese Erlasse gelten neben dem § 39 der AO als richtungsweisend bei der Einordnung des Leasing im Steuer- und Wirtschaftsrecht. Das erlasskonforme Leasing wird häufig auch als klassisches Leasing bzw. Finanzierungs-Leasing im engeren Sinne bezeichnet (Aktivierung beim Leasing-Geber).


Flotten-Leasing

Vom Flottenleasing spricht man i.d.R., wenn ein Unternehmen mehr als 10 Kraftfahrzeuge least. Oftmals kommt hier auch Full-Service-Leasing zur Anwendung. Hierbei übernimmt der Leasing-Geber den technischen Service und nicht selten die gesamte Administration des Fuhrparks (Fuhrpark-Management).


Forfaitierung

Viele Leasing-Unternehmen decken ihren Finanzierungsbedarf, der durch den Ankauf der Leasing-Objekte entsteht, durch regresslosen Verkauf der Leasing-Forderung (Forfaitierung) vorzugsweise an Banken und Sparkassen. Dabei übernimmt der Forfaiteur das Bonitätsrisiko für die Zahlungsfähigkeit des Leasing-Nehmers, den er vorher entsprechend den Bestimmungen des KWGs prüft. Die Leasing- Gesellschaft (Forfaitist) bleibt weiterhin für die Verität, also für den rechtlichen Bestand der verkauften Leasing-Forderungen, sie müssen frei von Einrede im Zeitpunkt des Verkaufs und während der Dauer der Leasing-Zeit sein, verantwortlich. Die Forfaitierung reduziert nicht nur das Kreditobligo der Leasing-Gesellschaft, sondern ermöglicht eine von Gewerbesteuer befreite Finanzierung. Verpflichtet sich jedoch der Leasing-Geber zur Haftung bei Zahlungsunfähigkeit des Leasing-Nehmers oder zum Rückkauf der Forderung im Falle der Uneinbringlichkeit, so handelt es sich um eine Darlehensgewährung der Bank an den Leasing-Geber mit den gleichen bilanziellen und gewerbesteuerrechtlichen Folgen, die sich aus einer Kreditaufnahme ergeben. (Hauptfachausschuß des Instituts der Wirtschaftsprüfer, HFA 1/1989, Wpg 1989, 626, Forfaitierungs-Erlass FinSen. Hamburg v. 13.02.1980 sowie Schr. BMF IV B2 - S 2170 - 135/95 v.09.01.1996; - Bilanz- und gewerbesteuerliche Behandlung der Forfaitierung von Forderungen aus Leasing-Verträgen).


Full-pay-out-Leasing

Hierunter versteht man, das die Gesamtinvestitionskosten des Leasing-Gebers, samt seiner Zins- und Verwaltungsaufwendungen sowie sein Gewinn, durch die fest vereinbarten Zahlungen des Leasing- Nehmers und ggf. durch Zahlungen oder werthaltige Garantien von Dritten realisiert werden. Wenn nur Teile dieser vom Leasing-Geber benötigten Mittel eingespielt werden, liegt ein „Full-pay-out“ bzw. ein Teil-Amortisations-Vertrag vor. Übernimmt der Leasing-Geber das Risiko der restlichen Amortisation, liegt Operating-Leasing vor.


Full-Service-Leasing

Auto-Leasing und Auto-Vermieter-Unternehmen sowie Immobilien-Leasing-Gesellschaften bieten Full-Service-Leasing-Programme an. Beim Auto-Leasing schließt es den Betrieb, Wartung, Reparatur, Verschleiß und Versicherung der Fahrzeuge nebst Fuhrparkverwaltung, und bei den Immobilien, das Baumanagement incl. Planungs- und Bauphase sowie die Verwaltung größerer gewerblicher Immobilien mit ein. Die klassische Dienstleitung Finanzierungs-Leasing, erweitert mit um Servicekomponenten, gilt als in Zukunftsträger im Leasing-Geschäft. Insbesondere im Fahrzeug- Leasing und bei kommunalen Projekten ist die umfassende, servicebezogene Zurverfügungstellung von Sachkapital gefragt.


Fuhrparkkonzept

Jedes Unternehmen hat seine ganz eigene, spezifische Anforderung an den Fuhrpark. Deshalb sollten auch unterschiedliche Bereiche in die Entstehung der angestrebten Fuhrparkkonzeption eingebunden werden: Fuhrpark-Verwaltung, Finanz- und Rechnungswesen, Vertrieb, Marketing, Einkauf und Personal. Ein Fuhrparkkonzept, das im Konsens mit den genannten Beteiligten entwickelt wurde, kann regelmäßig prozessoptimiert, spannungsarm und stabil abgewickelt werden.


Fungibilität

Die Fungibilität bzw. Drittverwendbarkeit der Leasing-Objekte ist erforderlich, um die Wirtschaftsgüter im Falle von Leistungsstörungen, aber auch nach Ablauf der Vertragslaufzeit, verwerten zu können. Die Drittverwendbarkeit ist mit Grundlage für die Annahme, dass es sich nicht um Spezial-Leasing handelt.


Fuhrpark-Management

Fuhrpark-Management umfasst alle für einen Fuhrpark erforderlichen strategischen und operativen Managementaufgaben.


Fuhrpark-Manager

Der Schnittstellenverantwortliche zwischen externen Dienstleistern und internen Bereichen wird als Fuhrpark-Manager bezeichnet, wenn ihm die operative Managementkompetenz seitens der Geschäftsführung übertragen wurde.


Fuhrpark-Verwaltung

Die Fuhrpark-Verwaltung übernimmt neben dem Abruf von Leasingverträgen auch die Fahrzeugbeschaffung sowie -verwertung im Falle des Kaufs, sämtliche Aufgaben um die permanente Mobilität der Kraftfahrzeuge (Werkstatt, Reifen, Tanken etc.), das Versicherungs- und Schadensmanagement, das Durchsetzen von Garantie und Kulanzansprüchen, das Erstellen des Reportings, die Rechnungsprüfung, Kontierung, Verbuchung und Zahlung aller anfallenden Kosten und aller Aufgaben sowie die Halterhaftung und die Unfallverhütung.


Full-Service-Leasing

Auto-Leasing- und Fuhrpark-Management-Gesellschaften bieten, selbst oder durch Integration Dritter, Full-Service-Leasing-Konzepte an. Diese beinhalten alle relevanten Service-Bausteine, um einem Fuhrpark permanente Mobilität bei gleichzeitiger Budgetierung der Kosten zu sichern. Neben meist direkten Kostenvorteilen werden häufig auch die Prozesskosten erheblich reduziert.


GAP-Versicherungen

GAP (engl. Lücke), vorzugsweise eine neu im Fahrzeug-Leasing-Bereich angebotene Versicherung, die ggf. entstehende Amortisationslücke bzw. die Differenz zwischen Ablösewert und Wiederbeschaffungswert des Leasing-Objektes (Unterversicherung bei Totalschaden oder Diebstahl) schließt.


Garantie/Gewährleistung

Die zustehenden Garantie- und Gewährleistungsansprüche (seit 1.1.2002 24 Monate) tritt der Leasinggeber an den Leasingnehmer ab. So kann dieser etwaige Ansprüche gegenüber Hersteller oder Händler geltend machen. Für den rechtlichen Bestand abgetretener Ansprüche haftet der Leasinggeber – eine Haftung gegenüber dem Leasingnehmer für Sach- und Rechtsmängel ist allerdings generell ausgeschlossen. Der Leasingnehmer genießt also in Garantie- und Gewährleistungsfällen den Käuferstatus.


Grundmietzeit/Grundleasingzeit

Die unkündbare Grundmietzeit eines Leasingvertrages darf gemäß den Leasingerlassen nicht weniger als 40 % und nicht mehr als 90% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach amtlicher linearer AFA ausmachen.


Handelsregister-Auszug

Etliche Leasinggesellschaften verlangen im Rahmen der Bonitätsprüfung einen aktuellen Handelsregister-Auszug des Fuhrparkbetreibers, um die Richtigkeit der Unternehmensdaten und die Vertretungsberechtigung zu prüfen. Dazu sind Leasinggesellschaften gemäß KWG (Kreditwesengesetz) verpflichtet.


Haftpflichtversicherung

Im Rahmen seiner Pflichten und seiner Haftung als Nutzer der Leasingobjekte ist der Fuhrparkbetreiber als Leasingnehmer gehalten, die Objekte gegen alle dem Leasinggeber erforderlich Training Teilnehmerunterlage 25 erscheinenden Risiken auf eigene Kosten zu versichern. Da der Leasinggeber juristischer Eigentümer bleibt, hat der Leasingnehmer dies dem Versicherer anzuzeigen.