Non-full-pay-out-Leasing (Teilamortisation-Operating-Leasing)

Unter diesen Begriff fallen alle Leasing-Verträge, bei denen während der Grund-Leasing-Zeit nur ein Teil der Gesamt-Investitionskosten des Leasing-Gebers durch Leasing-Zahlungen amortisiert werden. Die fehlende Restamortisation erfolgt über das Andienungsrecht des Leasing-Gebers (Teilamortisations-Leasing gem. Leasing-Erlass der Finanzverwaltung vom 22.12.1975 - ML- bzw. v. 23.11.1991 - IL- oder über den „freihändigen“ Verkauf durch die Leasing-Gesellschaft. Auch Restwertgarantien Dritter, z.B. des Lieferanten werden zur Restamortisation benutzt. Nutzfahrzeug-Leasing (NFL) Der Anteil des NFL- Leasing (Lkw-Leasing, leichte Nutzfahrzeuge, Busse, Anhänger etc.) ist im Vergleich zum Leasingvolumen für Pkw/Kombi eher gering. Bis zum 01.10.1986 bestanden erhebliche Restriktion beim Leasen von Lkws im gewerblichen Güterfern- und Nahverkehr, die jedoch im Rahmen der EG-Harmonisierung aufgehoben wurde. Die Umsetzung in nationales Recht wurde verspätet am 13.08.1993 rückwirkend zum 01.01.1993 im Rahmen des Tarifaufhebungsgesetzes (TaufhG) vorgenommen. Damit wurde das Lkw-Leasing nicht nur in der Europäischen Union vereinheitlicht, sondern nunmehr auch im West- und Ostdeutschland. Nutzungsdauer, betriebsgewöhnliche Diese entspricht der AfA-Zeit gemäss den amtlichen AfA-Tabellen. Die Laufzeit der Leasing-Verträge darf nicht länger als 90% und nicht kürzer als 40% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer sein. Hinweis: Im Immobilien-Leasing-Erlass von 1991 wird auf die 40%-Grenze der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nicht mehr verwiesen.


Nutzungsdauer beim Leasing

Diese orientiert sich an der AFA-Zeit gemäß den amtlichen AFA-Tabellen, sofern es sich um einen Restwertvertrag handelt. Hier darf die Nutzungsdauer nicht weniger als 40 % und nicht mehr als 90 % der AFA ausmachen. Das heißt (Stand 1.1.2002): Ein Pkw kann bei einer AFA von 72 Monaten mindestens 29 und maximal 65 Monate geleast werden, ohne dass ein fiskalischer Konflikt beim Restwertvertrag entsteht.


Objektprüfung

Ein wichtiger Bestandteil der Bonitäts-Prüfung eines Leasing-Engagements ist die Objekt-Prüfung. Der Leasing-Geber hat ein elementares Interesse, möglichst werthaltige Objekte mit akzeptablen Werteverzehr, bei denen zudem über Jahre hinaus Wartung, Reparatur und Ersatzteilversorgung etc. sichergestellt ist, zu verleasen. Bei der Objekt-Prüfung sind wichtig: angemessener Einkaufspreis, hoher Distributionsgrad, große Akzeptanz der Objekte in der jeweiligen Branche, dichtes, möglichst internationales Vertriebs- und Wartungsnetz und relativ stabile Preise für gebrauchte Objekte in funktionierenden Gebrauchtmärkten.


Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse

Die mittel- bzw. langfristige Bereitstellung des vom Leasing-Geber investierten Sachkapitals an den Leasing-Nehmer bedeutet Vertrauen zum Kunden und zugleich eine besondere Art von „Kredit“. Schließlich muss das Leasing-Unternehmen darauf vertrauen, das investierte Kapital durch Zahlung der vereinbarten Leasing-Rate und ggf. des Restwertes innerhalb der Vertragslaufzeit zurückzuerhalten. Daher ist die Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Leasing-Nehmers und ggf. der Mitverpflichteten, Bürgen und Garantiegeber zum Zwecke der Beurteilung der nachhaltigen Zahlungsfähigkeit geboten. I.d.R. ist bei Investitionskosten ab EUR 125.000 die Offenlegung durch die Vorlage von Geschäftszahlen, Steuerbescheiden und Vermögensaufstellungen erforderlich. Grundsätzlich sind diese Unterlagen den finanzierenden Instituten vorzulegen; dies trifft unmittelbar bei der regresslosen Forfaitierung (KWG § 18) zu.


Operating-Leasing

Dieser Begriff bezeichnet international Leasingverträge inklusive Wartung, Reparatur, Verschleißinstandsetzungen etc. Operating-Leasing entspricht weitestgehend dem in Deutschland üblichen Begriff „Full-Service-Leasing“ und wird zumeist nur in Verbindung mit Kraftfahrzeugen angeboten.


Outsourcing

Unter Outsourcing wird das Auslagern einfacher und schwieriger Verwaltungstätigkeiten und anderer Aufgaben an Dritte verstanden, die nicht zum Kerngeschäft des Leasinggebers gehören. Ziel des Outsourcing von C-Aufgaben, also Nicht-Kernaufgaben, ist es, die direkten und indirekten Kosten im Unternehmen zu senken und vorhandene Kapazitäten – zumeist hoch qualifizierte Mitarbeiter – auf das Kerngeschäft zu konzentrieren.


Rahmenvertrag

Der Rahmenvertrag zwischen dem Fuhrparkbetreiber und der Leasinggesellschaft bildet den konditionellen und juristischen Rahmen der jeweils fahrzeugorientierten Einzelverträge. Für einen größeren Fuhrpark, der dauerhaft mit einem Leasing oder Fuhrpark-Management-Anbieter zusammenarbeiten will, ist es sinnvoll, einen Rahmenvertrag abzuschließen, der die eigenen Bedürfnisse berücksichtigt. Jeder Rahmenvertrag kann, da es sich um einen Vertrag unter Vollkaufleuten handelt, in jedem Punkt frei verhandelt werden, solange die angesprochenen Punkte nicht sittenwidrig sind. Das heißt, hier gilt Vertragsfreiheit. Häufig ist es sinnvoll, den Rahmenvertrag von dem späteren prozessualen Bereich der eingekauften Leistung zu trennen. Hierfür bietet es sich an, ein separates Pflichtenheft mit dem Dienstleister abzuschließen. In diesem Pflichtenheft werden die einzelnen Prozesse separat geregelt. Dies hat zur Folge, dass bei einer Änderung der Prozesswelt der Rahmenvertrag als solcher weiterbesteht.


Rechnungsprüfung

Der ausgewählte Dienstleister bietet zumeist auch Services wie „Wartung und Reparatur“, „GEZ“, „Kfz-Steuer“ oder „Reifenservice“ etc. an. Das heißt, er wickelt den gesamten fuhrparkbezogenen Zahlungsverkehr ab. Professionelle Anbieter zeichnen sich dadurch aus, dass alle eingehenden Rechnungen professionell durch Kfz-Meister oder Kfz-Ingenieure geprüft werden, die selbst einer permanenten Fortbildung unterliegen. Durch Aufdeckung und Stornierung unnötiger und ungerechtfertigter Kosten sowie konsequentes Durchsetzen von Garantieansprüchen, Kulanzleistungen oder Rabatten senken diese Mitarbeiter des Anbieters durch die Rechnungsprüfung die Kosten des Fuhrparkbetreibers in erheblichem Umfang. Seriöse Anbieter kristallisieren sich dadurch heraus, dass sie für die offene als auch geschlossene Abrechnung die gleichen Raten anbieten.


Referenzmodelle

Zur Erstellung einer Car Policy für Dienstwagen, insbesondere bei notwendiger Hierarchie und Positionsansiedlungen der Nutzer, werden bestimmte Fahrzeugkategorien festgelegt. Dies erfolgt allgemein nach Vollkostengesichtspunkten, in selteneren Fällen nach Kaufpreisgesichtspunkten. Die jeweilige Fahrzeuggruppe beinhaltet einen Standard-Fahrzeugtyp nebst Sonderausstattung, wählbare Optionen und häufig auch entsprechende Kategoriegrenzen. Berechtigte Nutzer können auf Basis dieser Referenzmodelle und unter Berücksichtigung etwaiger Zuzahlungen wählen. Die Referenzmodelle, einschließlich der Berechnungsgrundlage im Falle einer privaten Zuzahlung des Nutzers für Mehrausstattungen, werden in der Car Policy fixiert.


Reifen- und Felgenservice

Bei Einsatz der Fahrzeuge im bundesweiten Bereich ist es sinnvoll, einen Reifen- und Felgenservice des Dienstleisters mit einzukaufen. Denn die bundesweiten – manchmal auch schon europaweiten – Abkommen gewährleisten gleich bleibend günstige Preise über den gesamten Markt. Häufig kommt es bei dieser Dienstleistung zu Preisdifferenzen im Bereich des Angebotsumfangs. Bei größeren Schwankungen sollte überprüft werden, ob Dienstleistungen wie Montage und Wuchten, neue Gewichte und Ventile, Altreifenentsorgung, zusätzliche Radschrauben bei Winterrädern, Einlagerung etc. im generellen Dienstleistungsumfang enthalten sind.


Reporting

Fuhrpark-Management ohne professionelles Reporting ist undenkbar. Allerdings bieten viele Anbieter eine in zahlreichen Fällen unzureichende Reportingvariante an, die z.B. Barbelege aus Betankungen oder Durchbelastungen nicht mit integriert. In diesem Fall ist ein effektives Controlling überhaupt nicht möglich.


Reserven, stille

1. Die Leasing-Unternehmen bilden stille Reserven, wenn z.B. die von ihnen gebuchten bzw. kalkulierten Restwerte niedriger sind, als der Verkaufs- bzw. Marktwert der Objekte nach der Leasing- Laufzeit. Dies gilt vorrangig bei Teilamortisations-Verträgen, bei denen die Wertsteigerung grundsätzlich dem Leasing-Geber zusteht, wenngleich die Leasing-Objekte in vielen Fällen zum garantierten Restwert an den Leasing-Nehmer verkauft werden. Diese Praktiken sind nur dann ohne Bedenken anzuwenden, wenn die tatsächlich zu erzielenden Verkehrswerte einer intensiven Nachprüfung standhalten. 2. Für den Leasing-Nehmer ergeben sich u.U. stille Reserven bei Auslauf von Vollamortisations- Verträgen, wenn er die Objekte zum Restbuchwert vom Leasing-Geber (der gleichzeitig entsprechende Verwertungskosten spart) erwirbt und die Verkehrswerte höher sind.


Restbuchwert

Restbuchwert definiert den Wert, mit dem ein Wirtschaftsgut (z.B. ein Kfz) nach Absetzung der Abschreibung noch in der Bilanz ausgewiesen werden muss.


Restwert

a) Kalkulierter Restwert entspricht dem geschätzten Gebrauchtwagenwert als Händler-Einkaufspreis am Ende der Leasingdauer. 
b) Buchwert als Restwert (Buchwert gemäß Abschreibung). Der Wert, wie er "in den Büchern steht"; ein buchhalterischer Begriff. Etwas ausführlicher: Hiermit bezeichnet man den tatsächlichen oder kalkulierten Wert des Leasing-Objektes nach Ablauf oder bei vorzeitiger Auflösung des Leasing-Vertrages. Im wesentlichen sind kalkulierte/garantierte Restwerte bei Teilamortisations-Leasing-Verträgen oder Restwerte bei Vollamortisations-Verträgen betroffen, die den Restbuchwert oder dem niedrigen gemeinen Wert entsprechen. Die Finanzierungs- Leasing-Gesellschaft übernehmen in der Regel keine Restwert-Risiken, sondern wälzen sie auf die Leasing-Nehmer und Lieferanten ab. Restwert-Garantien sind beim PKW/Kombi- Fahrzeugen häufig anzutreffen, die der Lieferant übernimmt, aber auch im Gabelstapler - und Maschinenbereich nicht üblich. Der Restwert im Leasing sollte zum besseren Verständnis differenziert werden. 
1. Buchtechnischer Restwert (Restbuchwert) - ist der bilanzierte, vom Bewertungszeitpunkt abhängige Wert eines Wirtschaftsgutes, der mit den Anschaffungs- bzw. Herstellerkosten ins Anlagevermögen des Leasing-Gebers eingeht und einem kontinuierlichen Werteverzehr unterliegt (auch Anschaffungswert, Investitionswert, Kaufpreis genannt). 
2. Kalkulierter Restwert- Leasing-Geber und Leasing-Nehmer gehen beim Teilamortisations- Leasing-Vertrag (Schwerpunkt: Fahrzeug-Leasing) davon aus, dass nach Ablauf der vereinbarten Grundleasingzeit des Leasing-Objektes noch einen bestimmten Restwert hat, der sich aus der vereinbarten Nutzung unter Berücksichtigung der zukünftigen Marktpreisentwicklung ergibt bzw. festgelegt wird. 3. Restwert/Marktwert - der tatsächliche wert eines Wirtschaftsgutes, der bei jeweiliger Marktlage momentan erzielt werden kann.


Restwert, kalkulierter

Der Restwert im Rahmen eines Leasingvertrages entspricht dem Teil der Anschaffungskosten, der nicht durch monatliche Leasingraten abzüglich anfallender Zinsen gedeckt ist. Ermittelt wird er durch die Restwertkalkulation unter Berücksichtigung folgender Parameter: geplante Nutzungsdauer, geplante Laufleistung in Kilometern oder Betriebsstunden, Art des Objektes, Fabrikat des Objektes und bei Kfz zusätzlich noch nächster Produktwechsel im Herstellermodellerneuerungszyklus, Motorisierung, Farbe, Polster, sonstige Ausstattung. Die individuelle Produktausstattung eines ansonsten technisch und typidentischen Kraftfahrzeugs lässt eine bis zu 5-prozentige Differenz des Restwerts zu.


Rückkaufverpflichtung vom Händler

Diese Verpflichtung des Händlers, das Fahrzeug am Ende der Leasingzeit anzukaufen ist Pflicht bei Verträgen mit Kilometer- oder Restwertabrechnung.


Rücknahmeprotokoll

Die Rückgabe eines Leasingobjektes an den Leasinggeber ist generell mit der Erstellung eines Rücknahmeprotokoll verbunden. In diesem Protokoll wird – zumeist im Beisein des Leasingnehmers – neben dem Gesamtzustand des Objekts vor allem der außerordentliche Verschleiß zum Zeitpunkt der Rückgabe dokumentiert. Die Differenz zwischen realer und vereinbarter Laufleistung dient als Basis für die Mehr- bzw. Minderkilometer- und Rücknahmeschadensendabrechnung.