Sale-and-lease-back

Darunter versteht man den Verkauf von Objekten (z.B. Pkw), die sich bereits im Eigentum des Kunden befinden, an eine Leasinggesellschaft, um sie von dieser anschließend wieder zu leasen. Dies bedeutet: Das Leasingobjekt wechselt nicht den Besitzer, sondern nur den Eigentümer. Der neue Eigentümer – also die Leasinggesellschaft – entrichtet an den bisherigen den Marktwert oder AFA-Wert, muss jedoch zusätzlich den Erwerb von lastenfreiem Eigentum sicherstellen. Daher wird die Leasinggesellschaft immer eine Freigabe der Objekte aus der Hypotheken-Zubehörhaftung oder aus dem Vermieter-Pfandrecht verlangen. Die Nutzung wird mit der vertraglich vereinbarten Leasingrate berechnet. Bei Vertragsende erhält die Leasinggesellschaft das Leasinggut und verwertet es freihändig – wie bei jedem anderen Leasingvertrag.


Schadensmanagement

Ein professionelles Schadensmanagement beinhaltet nicht nur die Abwicklung von Unfällen, die Beschaffung von Mietwagen und Auswahl der benötigten Werkstätten, sondern zusätzlich eine akribische Untersuchung jedes Unfalls im Vergleich zu allen anderen Unfällen innerhalb eines Fuhrparks. Ein Schadensmanagement kann selbst oder durch Dritte, wie z.B. Fuhrpark- Management-, Full-Service-Leasing- oder Schadensmanagementgesellschaften durchgeführt werden. Externe Anbieter verfügen häufig über Spezialisten, die ein optimales Schadensmanagement gewährleisten.


Service-Leasing (W & R)

Schließt gleichbleibende Raten für Wartungs-und Reparaturarbeiten in den Leasing-Vertrag mit ein. Auch Reifenersatz, Kfz-Steuer, Versicherungs- und Rundfunkgebühren können eingeschlossen werden. Die Abwicklung erfolgt über die WRV-Abteilung der IVECO. Kalkulation und Angebotserstellung erfolgt für beide Teile mit GINO.


Sicherungsbestätigung

Üblicherweise verpflichtet der Leasinggeber innerhalb seiner AGBs oder seines Rahmenvertrags den Leasingnehmer zu einem ausreichenden Versicherungsschutz der Leasingobjekte im Falle von Beschädigung, Diebstahl oder Untergang. Der Leasingnehmer, hier der Fuhrparkbetreiber, ist daraufhin in der Verantwortung, dem Versicherer die Objekte als Eigentum einer Leasinggesellschaft anzuzeigen. Die Versicherung erstellt dem Leasinggeber einen Sicherungsschein, in dem fixiert ist, dass Versicherungsleistungen im Schadensfall ausschließlich an den Leasinggeber bzw. nur mit dessen Einverständnis bezahlt werden. Nur bei wirklich exzellenten Bonitäten wird ein Leasinggeber regelmäßig auf die Ausstellung von Sicherungsscheinen verzichten.


Spezial-Leasing

Wenn ein Leasing-Objekt ausschließlich für die Erfordernisse eines einzigen Leasing-Kunden gebaut bzw. angeschafft wird und wenn es im Rahmen des Leasing-Vertrages auch nur von diesem einen Nutzer wirtschaftlich sinnvoll verwendet werden kann, liegt „Spezial-Leasing“ vor; in diesen Fällen erfolgt die steuerliche Zurechnung des Leasing-Objektes beim Leasing-Nehmer. Steuerliche Aspekte Das Leasing-Unternehmen aktiviert den Leasing-Gegenstand in der Bilanz zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und schreibt diese entsprechend den steuerlichen Vorschriften ab. Der Leasing-Nehmer dagegen macht die Leasing-Raten in voller Höhe als Betriebsausgaben geltend. Für Leasing-Objekte fallen beim Leasing-Nehmer keine investitionsbezogenen Steuern, wie z.B. Gewerbesteuer an.


Steuerliche Vorteile beim Leasing

Leasingraten sind steuerlich voll abzugsfähige Betriebsausgaben. Dies führt zur Verringerung der Gewerbe-, Einkommens- und Körperschaftsteuer. Gleichzeitig spart ein Leasingnehmer auch die Kapital- und Vermögenssteuer, die beim Kauf eines Leasingobjektes anfallen würde.


Teilamortisation

Hierbei tilgt der Leasingnehmer durch Zahlung der Leasingraten nur die Differenz zwischen Anschaffungswert und fixiertem Restwert. Unsere Verträge sind TA-Verträge und üblich in der Fahrzeug-Branche. Wenn während der Laufzeit des Leasing-Vertrages nur eine teilweise Amortisation der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Leasing-Gebers vorgesehen ist, wird von einem Teilamortisations- Vertrag gesprochen; hierbei wird die Vollamortisation erst durch die Ausübung des Andienungsrechtes durch den Leasing-Geber gegenüber dem Leasing-Nehmer oder durch eine entsprechende Verlängerung oder durch Verkauf des Objektes durch den Leasing-Geber an einen Dritten erreicht.


Teilwertabschreibung

Außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren Wert, § 253 II 3, III HGB. Außer den erhöhten Absetzungen für außergewöhnliche technische oder wirtschaftliche Abnutzung ist die Möglichkeit gegeben, für ein betriebliches Anlagegut den niedrigeren Teilwert anzusetzen. Durch die Teilwertabschreibung wird die ursprüngliche Abschreibungsverteilung unterbrochen. Ähnlich wie bei der Absetzung für außergewöhnliche Abnutzung, ist der verbliebene Teilwert auf die Restnutzungsdauer zu verteilen.


Übernahmebestätigung

Durch die leasingtypische Übernahme- bzw. Abnahmebestätigung quittiert der Leasingnehmer, im Fuhrpark also der Fuhrparkbetreiber oder der Fahrer als Vertreter, eine vollständige und korrekte Lieferung des bestellten Objektes. Darüber hinaus attestiert dieses Dokument die ordnungsgemäße und mängelfreie Lieferung sowie die Betriebsfähigkeit des Leasingobjektes. In der Regel beginnt mit dem Datum der Übernahmebestätigung auch die Laufzeit des Leasingvertrages.


Verlängerungs-Option/ Verlängerungs-Vertrag

Sofern vereinbart, kann der Leasing-Nehmer nach Ablauf der Grund-Leasingzeit das Leasing-Objekt im Wege eines Verlängerungs-Vertrages weiter nutzen. Prinzipiell bestehen folgende Möglichkeiten: 1. bei Ablauf der Grund-Leasing(miet)zeit des Vollamortisations-Vertrages übt der Leasing-Nehmer seine Verlängerungs-Option aus; Kalkulationsbasis ist der Restbuchwert bzw. der niedrigere gemeine Wert des Leasing-Objektes 2. bei Ablauf des Teilamortisations-Vertrages kann der als Andienungswert vereinbarte Restwert als Grundlage für einen Verlängerungs-Vertrag herangezogen werden; in diesem Falle ist ggf. eine neue Bonitätsprüfung erforderlich.


Vertriebswege im Leasing (Angebotswege im Leasing)

Man unterscheidet im wesentlichen zwischen: 
1. Direkt-Leasing; der Leasing-Nehmer wird durch direkte Ansprache gewonnen 
2. Vertriebs-Leasing (Drittvertrieb); der Leasing-Nehmer wird über den Lieferanten der Investitionsgüter gewonnen 
3. Banken-Leasing (Drittvertrieb); der Leasing-Nehmer wird durch seine Bank auf das Leasing-Angebot der Bankengruppe aufmerksam gemacht 
4. Vermittler-/Makler-Leasing; der Leasing-Nehmer wird über selbstständige Personen/Handelsvertreter angesprochen und betreut


Vollamortisationsverträge

Es besteht keine Restwertvereinbarung. Der Leasingnehmer zahlt die vollen Anschaffungskosten. Nach Vertragsende wird das Fahrzeug geschätzt und verwertet. Ein Teil des Mehrerlöses geht an den Leasingnehmer. In der Fahrzeugbranche unüblich.


Verwertungserlös

Der Verwertungserlös eines Leasingobjektes (z.B. der erzielbare Gebrauchtwagenerlös bei einem Kfz-Leasingvertrag) steht grundsätzlich der Leasinggesellschaft als Eigentümer zu. Dazu können, jedoch nur bei Restwertverträgen, abweichende Vereinbarungen getroffen werden. Insbesondere dann, wenn der Leasingnehmer sich zum Abschluss eines Folgevertrages entschließt. Liegt ein Restwertvertrag auf Basis des Teilamortisationserlasses vom 22.12.1975 vor, so hat der Leasingnehmer in der Regel einen Anspruch auf 75 % des Veräußerungsmehrerlöses über dem kalkulierten Restwert. Bei Abschluss eines neuen Vertrages können jedoch auch die vollen 100 % des Mehrerlöses an den Leasingnehmer ausgeschüttet werden.


Vorteile des Leasing (Vorteilhaftigkeit)

1. Liquiditätsvorteile 
2. Eigenkapitalschonung 
3. nutzungskongruente Laufzeit 
4. Schutz vor technischer Überalterung 
5. Kostentransparenz 
6. Klare Kalkulationsgrundlage 
7. Vorteilhafte Bilanzoptik 
8. Steuerersparnisse 
9. Erweiterung des Kreditspielraumes 
10. Realisierung von Investitionen in der richtigen Dimension.