Wartung und Verschleiß

Nachdem der Leasingnehmer selbst zur Abdeckung des Bereichs Reparaturen und Wartung verpflichtet ist, bieten viele Dienstleister den Service einer operativen Übernahme an. Hier ist jedoch beim Preisvergleich besondere Vorsicht geboten, denn die Dienstleistungsinhalte unterscheiden sich zum Teil in großem Umfang. Während bei dem einen z.B. der Ersatz von Glühbirnen enthalten ist, kann dies schon beim nächsten billigeren Anbieter eine Leistung sein, die extra bezahlt werden muss.


Wirtschaftliche Verhältnisse (Offenlegung)

Die Leasing-Gesellschaften müssen sich in ihrem eigenen Interesse sowie im Interesse der finanzierenden Banken ein möglichst umfassendes Bild von den wirtschaftlichen Verhältnissen der Leasing-Nehmer sowie der sonstigen Beteiligten (Lieferanten, Bürgen, usw.) machen. Dies geschieht im Mengengeschäft überwiegend durch die Beschaffung und sorgfältige Auswertung von Handels- und Bankauskünften, zunehmend auch durch nachprüfbare Selbstauskünfte der Leasing-Nehmer sowie Informationen von Dritten. Bei größeren Objektwerten und/oder nicht eindeutig beurteilbarer Bonität ist die Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Verpflichteten, auch unter dem Aspekt der Erfordernisse des Kreditwesengesetzes, erforderlich. Meist werden die Bilanzen samt Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) der vergangenen drei Jahre, ggf. ergänzt durch einen zeitnahen Status, sowie bevorstehende Projekte ausgewertet und als Entscheidungsgrundlage herangezogen.


Wirtschaftliches Eigentum

Voraussetzung für die steuerliche Zurechnung der Leasing-Objekte beim Leasing-Geber ist, das dieser juristischer und wirtschaftlicher Eigentümer ist. Dies bedingt, dass die Leasing-Erlasse der Finanzverwaltung - ausgehend von der Abgabenordnung (AO)- hinreichend berücksichtigt werden. Die von den meisten in den Leasing-Verbänden organisierten Leasing-Unternehmen angebotenen Standart-Leasing-Verträge stellen sicher, dass das wirtschaftliche Eigentum an den Objekten nach den gegenwärtigen Erkenntnissen beim Leasing-Geber liegt. Daraus ergeben sich für den Leasing- Nehmer häufig steuerliche und bilanzielle Vorteile und die Möglichkeit, die Leasing-Raten sofort als abzugsfähige Betriebsausgaben zu verbuchen.


Zahlungsweise

Im allgemeinen sind die Leasing-Raten monatlichen im voraus, gelegentlich auch vierteljährlich, im Bankeinzugsverfahren zu zahlen. Der Leasing-Geber seinerseits bezahlt die Lieferantenrechnungen meist per Scheck sofort nach Erhalt der einwandfreien Übernahmebestätigung des Leasing-Nehmers, unter der Voraussetzung, dass die Dokumentation vollständig ist.


Zession

Dieser Begriff taucht insbesondere im Zusammenhang mit dem regresslosen Verkauf von Leasing- Forderungen durch Leasing-Gesellschaften (Zedent) an Banken (Zessionar) und im sog. Unter- Vermietungsbereich auf. Häufig bestehen die Finanzierungspartner der Leasing-Gesellschafen auf eine „offene Zession“, also auf eine Offenlegung der Forderungsabtretung gegenüber dem Leasing- Nehmer. Damit sollen Leistungsstörungen vermieden werden; dass die Leasing-Gesellschaft in Schwierigkeiten gerät, zahlt der Leasing-Nehmer an den richtigen Forderungsinhaber. Die stille Zession, also den vorläufigen Verzicht auf Offenlegung des Forderungsüberganges, ist bei entsprechender Vertrauensbasis z.B. bei langjährig bewährten Anschlusskunden bzw. Leasing- Gesellschaften nicht unüblich.